Civilization Beyond Earth im Test

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Mit Civilization Beyond Earth begibt sich das bekannte Strategiespiel in unendliche Weiten. Denn statt auf der Erde wieder um Diplomatie, Politik, Macht und Ressourcen zu fechten, verlassen wir in Civilization Beyond Earth die Erde. Ziel? Neue Welten! Ob die uns ebenfalls begeistern können erklären wir euch im Test.

[b]So geht es los[/b]
Direkt zu Anfang wissen die Jungs von Firaxis den Erwartungspegel enorm in die Höhe schießen zu lassen. Einige von euch haben villeicht schon das CGI Intro von Beyond Earth gesehen. Das ist klasse gemacht und macht richtig Stimmung! Scifi? Neue Welten? Strategie? Beste zutaten für zig Abende! Deshalb gar nicht lange im Menü aufgehalten und schnellstmöglich ein Spiel erstellt. Wer Civilization 5 gespielt hat, kommt hier auch recht Fix durch. Denn abseits der neuen Menü´s versteht man schnell die neuen Prinzipchen des Spiels.

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[b]Qual der Wahl[/b]
Statt sich für eine feste Fraktion zu entscheiden und so durch wenige Klicks Vor- und Nachteile gewählt zu haben, müssen wir in Beyond Earth selbst unsere Boni und Vorlieben wählen. Um die passenden Kombis für einen selbst zu finden, kann es schon einige Starts benötigen, denn durch die Scifi-Namen ist nicht immer direkt klar, wofür welcher Boni gut ist. Abseits davon unterscheiden sich die Boni´s enorm in ihrer Auswirkung. So sind Bonis wie erkundete Küsten nicht unbedingt die lukrativsten.

[b]Die erste Stadt[/b]
Sei es drum. Letztlich ist der Anfang ohnehin mehr Zufall und lässt sich in jeder Komponennte irgendwie meistern. Man kann es sich nur leicht schwerer machen, als eigentlich nötig. Das merkt man schon an der Platzierung der ersten Stadt. Denn da wir Fremde Welten besiedeln, liegt es an uns einen passenden Landeplatz zu finden. Und wenn alles schief läuft, kann man schon mal mitten in den Brutstädten von Aliens seine Stadt bauen und muss so in den ersten Runden erstmal enorm aufpassen. Zwar sind Alien-Völker anfänglich friedlich, aber sie wollen nicht gestört werden. Mit unseren Expansions-Plänen stimmt das nicht überein und wir müssen schnellstmöglich Pläne ausarbeiten, wie wir die Alien-Städten von der Karte verschwinden lassen.

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[b]Ungleichgewicht[/b]
Hier wird dann auch erstmals das große Ungleichgewicht des Spiels ersichtlich. Denn tatsächlich kann diese erste Säuberung so schief laufen, dass ihr plötzlich Panzerbrechende Aliens vor euch habt, die mit euren einfachen Bodentrupps nicht zu zerstören sind. Ganz im Gegenteil zerstören sie eure Truppen, die Gegnerischen Fraktionen landen und ihr verschwendet wertvolle Runden damit, die Gegend irgendwie sauber zu bekommen.

[b]Diplomatie[/b]
Wenns dann schon nicht mit dem Kampf klappt und die Gegner etwas mehr Glück mit ihrem Landeplatz hatten, dann sollte man sich wenigstens in Politik und Diplomatie üben. Denn wie schon in Civilization 5 übernimmt auch die Diplomatie wieder eine große Rolle. In Menüs wird uns hier angezeigt, weshalb uns eine Fraktion dufte findet, oder eben nicht. Um seinen Ruf dort zu verbessern kann man an seinen Eigenschaften arbeiten, kann Geschenke machen oder sich andersweitig unterstützen.

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[b]Forschung[/b]
Hat man dann doch irgendwann mal die erste Ressourcen-Quellen auf der Landkarte übernommen, da die Aliens nach einem langen hin und her die Gebiete frei gegeben haben, kann man sich langsam aber sicher auf die Forschung konzentrieren. Ab hier wird das Spiel richtig spannend, da wir unglaublich viele Möglichkeiten freischalten um uns als Fraktion von allen anderen Fraktionen deutlich abzuheben. Zum einen wäre da das Forschungsnetz, bei dem wir unsere Spezialisierungen in bestimmte Richtungen treiben können. Das ist zwar auf den ersten Blick sehr unübersichtlich, überlässt uns aber umso mehr Möglichkeiten.

[b]Talentbäume[/b]
Auch wichtig sind Talentbäume, bei dem wir in 4 Bäumen kleine Vorteile freischalten können. Hierfür müssen wir gute Politik betreiben und unsere Afinität steigern. Allgemein spielt Afinität innerhalb der Städte und unserer Truppen eine wichtige Rolle. Denn mit ihr bekommen wir immer mehr Upgrade-Möglichkeiten. Auch die Truppen können wir immer Upgraden. Oft sogar mehrmals.

[b]Quests[/b]
Zur Abwechslung dürfen wir auch Quests angehen, bei der wir einfache Aufgaben auf der Karte lösen dürfen. Beispielsweise gibt es Neutrale Fraktionen, die etwas von uns haben möchte. Manchmal müssen wir diese aber auch angreifen. Selbst kleine Entscheidungen müssen wir fällen. Am Ende gibt es Extra Ressourcen und damit bessere Möglichkeiten für Forschungen.

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[b]Der Finale Schlag[/b]
Gut ist – das Spiel gibt uns immer mehrere Möglichkeiten einen Sieg davon zu tragen. Man muss den Sieg nicht zwingend Kriegerisch erzwingen. Wobei dies wohlgemerkt der spaßigste Weg ist, da die Truppenvielfallt in Civilization Beyond Earth wirklich beeindruckend ist. Noch nie haben sich Kämpfe in Civilization so Abwechslungsreich gespielt. Einziges Manko ist, dass die Gegner-KI nicht die hellste ist und dadurch das Spiel selbst auf den höheren Schwierigkeitsgraden, für Profis der Serie eine leichte Aufgabe darstellt.

[b]Technik[/b]
Technisch ist der Titel kein Meisterwerk. Da wir allerdings von einem Runden-Strategie-Titel sprechen, ist die einfache Gestaltung durchaus gerechtfertigt. Civilization war ja nie für große Effekthascherei bekannt. Stattdessen gibt es wie üblich eine Gitteroberfläche, bei der ihr euch in Sechsecken von A nach B, Runde für Runde bewegt. Über jeden Zweifel erhaben ist die Musik die wirklich klasse ist!

http://www.youtube.com/watch?v=_dV_pjcs2zE

Fazit: Civilization Beyond Earth ist ein Wunderkasten für Strategie-Spieler. Es gibt viel zu entdecken, ohne uns dabei aber zu überfordern. Am Anfang ist alles ersichtlich und ergründlich. Erst nach und nach bekommen wir langsam aber sicher einen Overflow an Möglichkeiten. Wer sich mal wieder über Tage richtig als Stratege ausleben möchte, kommt an diesem Titel nicht vorbei!

[+] Wunderbares, frisches Scifi Setting
[+] Viele verschiedene Einheitentypen
[+] Interessante Aliens
[+] Unheimlich viele Möglichkeiten von Questen, über Kampf bis Diplomatie
[+] Sehr abwechslungsreiches Gameplay
[+] Wundervolle Musik
[-] Gegner KI nicht ausgreift
[-] Spawnpoints der Aliens nicht ausgewogen

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