Project Spark im Test

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Wir haben die letzten Tage immer mal wieder in Project Spark hereingeschaut und sind zwiegespalten. Ist der kreative Mix aus bauen, Abenteuern erleben und Fantasie wirklich ein Hit? Oder steht dem Spiel das Free 2 Play Modell im Weg?

[b]Wir bauen ein Spiel[/b]
Project Spark möchte vieles sein, aber sicherlich nicht eintönig oder langweilig. So kann man sich zunächst in einem Adventure Modus mal anschauen, was man alles so mit Project Spark bauen kann. Kann sich eins der vielen bereits veröffentlichen Spiele von anderen Project Spark spieler herunterladen, oder einfach mal selbst heran wagen. Denn tatsächlich bietet der großzügige Editor bei weitem den langwierigsten Spaß!

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[b]Baue, Baue, Kuchen, Projekt Spark hat dich gerufen[/b]
Da ich aus der Beta das Spielen noch gut kannte und seit dem Release das 40 Euro Starterpaket besitze, wollte ich wissen was sich nun zur Vollversion getan hat. Tatsächlich wurde noch einiges geändert. Alles läuft flüssiger. Die Übersicht wurde leicht überarbeitet und ich habe das Gefühl, dass ich nach ein wenig Einarbeitung alles beherrsche. Schön! Auf Knopfdruck lassen ich Landmassen entstehen. Je nachdem was ich bauen möchte sorge ich dann für Schluchten, Berge und setze Wände, die der Spieler nicht so schnell überqueren kann. Denn er soll ja die von mir vorgesehen Wege nutzen.

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[b]Weiterbasteln bis zur Bezahlschranke[/b]
Haben wir mal eine grobe Strucktur erschaffen geht es dahin, sich eine Spiemechanik auszudenken. Prinzipell ist alles möglich. Ich kann einen Flipper bauen, ein einfaches Jump&Run, oder doch lieber ein Rollenspiel? Auch Survival Spielen feiern Hochkonjunktur. Natürlich muss ich mir je nach Richtung um so mehr Mühe machen. Einzelnen Objekten quasi befehle geben, wie sie sich verhalten sollen. Sequenzen erschaffen und so weiter. Doch desto umfangreicher ein Projekt werden soll, desto schneller kommen wir an unsere Grenzen. Zum einen werden wir immer wieder an die Bezahlschranke erinnert, obwohl wir das 40€ Starter-Pack besitzen. Und zum anderen benötigen wir für bestimmte Objekte ein Level und müssen das Spiel ausreichen gespielt haben. Dass alles demotiviert, vor allem wenn man Little Big Planet 1 und 2 gespielt hat. Dort gab es keine Bezahlschranke und der Umfang war um ein vielfaches größer.

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[b]Programmiertkenntnisse benötigt.
Außerdem merkt man dass die Entwickler hinter diesem Projekt noch nicht den Kniff heraus haben, wie man solch einen Baukasten Massenkompatibel macht. Schnell kommen wir mit Project Spark an Grenzen, bei dem wir ähnlich wie in einer Programmiersprache, komplexe Zusammenhänge bilden müssen und so quasi ganz abschnitte programmieren. Da ich oberflächlich PHP, CSS, MYSQL und andere Programmiersprachen beherrsche, hab ich mit etwas Übung leichte Dinge hinbekommen. Doch Massenkompatibel ist das nicht! In LittleBigPlanet gab es deutlich mehr Möglichkeiten, auch als nicht gelernte Spielchenbauer ans Ziel zu kommen.

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[b]Lieber Spielen[/b]
Gefrustet habe ich deshalb mein Großprojekt liegen lassen und bis heute nicht weiter angerührt. Stattdessen habe ich mich lieber mit den Kreationen anderer auseinandergesetzt. Da gibt es Beispielsweise ein Zelda ähnliches Spiel, dass uns durch massig Aufgaben, ein tolles Kampfsystem und viele nette Details beeindrucken möchte. Ja – mit dem nötigen Ergeiz kann man richtig tolle Projekte schaffen. Auch kreativ! Flipper, Jump&Runs. Jedes Spiel wirkt irgendwie anders, hat quasi eine andere Handschrift. Was man entwickeln kann ist ähnlich beeindruckend wie LittleBigPlanet. Doch weis ich auch, dass der Schein trügt, denn immer wieder muss ich an die Bezahlschranke denken.

[b]Grandiose Optik[/b]
Immerhin überzeugt uns die Optik des Spiels absolut! Die Fantasievoll geschwungenen Bäume, die grünen Weiten, die eisigen Wüsten und kargen Sandweiten. Egal in welcher Umgebung wir uns aufhalten, immer wirkt die Welt stimmig, mysteriös und lädt uns zum Erkunden ein.

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[b]Perfomance Probleme[/b]
Dennoch läuft das Spiel vor allem auf Konsolen nicht ganz rund. Immer wieder bricht die Framerate ein. Vor allem im Entwickler-Modus. Auch müssen sich Spieler gedanken darum machen, ob ihre Kreation am Ende richtig läuft. Benutzerfreundlichkeit sieht anders aus und bietet so noch mehr Hürden für Einsteiger. Allgemein fragt man sich, ob die Zeit in Project Spark als Entwickler überhaupt gut investiert ist. Heute gibt es viele Entwickler-Tools, mit denen ich kommerzielle Spieleherstellung erlenen kann und das von der Komplexität ähnlich gestaltet ist.

https://www.youtube.com/watch?v=Kq9IHZHWzFQ

Fazit: Project Spark möchte vieles sein. Vermutlich zu vieles. Zu sehr hat man sich in vorgegeben Punkten verharrt. Außerdem fehlt im Nachhinein betrachtet der Mut, ein solches Konzept als Vollpreis-Titel zu bringen. Mich als Käufer stört es, dass ich trotz einer Box bei weitem nicht alle Inhalte habe. Hinzu kommt, dass der Umfang ohnehin verhältnismäßig Mager zur Konkurrenz ausfällt. Desweiteren fehlt das Gefühl für Einsteiger, eine Seele durch ein eigenen langen Single-Player Modi. Dabei ist alles gegeben! Project Spark hätte viel sein können, dürfte aber aufgrund vieler Fehlentscheidungen eher einen schweren Stand bei den Spielern bekommen.

[+] Spiele/Welt-Editor mit vielen Möglichkeiten …
[-] … wo normale Nutzer aber schnell an grenzen kommen .
[-] … und ständig die Bezahlschranke aufleuchtet.
[+] Kostenlos zu spielen …
[-] … allerdings mit sehr vielen Begrenzungen.
[+] Grandiose Optik und Atmosphäre.
[+] Schon sehr viele tolle Spielideen umgesetzt die wir spielen dürfen.

Wertung: 3.5 / 5.0

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