Sherlock Holmes Crimes & Punishments im Test

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Ende September hat Frogware Games den Titel Sherlock Holmes Crimes & Punishments veröffentlicht. Aufgrund der vielen zu testenden Spiele hängen wir deshalb ein wenig hinterher, können euch nun allerdings endlich unseren Test der Xbox One Version präsentieren.

[b]Worum geht es?[/b]
Im Herzen ist Sherlock Holmes, wie sollte es auch anders sein, ein Adventure. Ermittteln, untersuchen, schauen, Fragen, Dialogeführen. Dieses Spiel bietet das, was ein Click&Points Adventure eben ausmacht. Statt allerdings an einem großen Krimifall zu arbeiten, werden wir in Crimes and Punishments in 6 einzelne kleine Fälle verstrickt. Je nachdem wie gut ihr im Knobeln seid, braucht ihr so ein paar Stunden für jeden Fall. Obwohl diese „Massenermittelung“ gut unterhält, fehlt uns auf Dauer aber die Spannung, sowie diverse Wendungen in den Fällen. In einem solch kurzen Zeitraum sind diese nahezu nicht möglich. Entsprechend verschenkt das Spiel viel Potential im Story-Telling.

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[b]Spielprinzip[/b]
Das Spiel selbst zeigt sich dabei leider auch sehr oberflächlich. Dialoge sind meist sehr einseitig. Durch das untersuchen der Zielpersonen können wir Dialoge zwar erweitern. Allerdings ist das System dahinter nicht dynamisch. Wenn wir uns die Zeit nehmen und einfach alles absuchen und an den angezeigten Stellen Clicken, schalten wir einfach neue Optionen frei. Wir müssen weder nachdenken, noch kombinieren, sondern einfach nur Objekte und Personen absuchen und auf das Klickzeichen warten.

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[b]Löse den Fall[/b]
Das ist sehr Schade. Denn ein paar gute Ideen hatten die Entwickler schon. Alle Hinweise die wir im Verlauf eines Falles sammeln, werden nämlich an einer „Ermittlungs-Tafel“ gespeichert. Hier dürfen wir dann Hinweise und Erkenntnisse miteinander verbinden, wodurch immer wieder unterschiedliche Fallkonstruktionen entstehen und es an uns liegt, welche Person wir für Schuldig halten. Es liegt also an uns genug Hinweise zu sammeln und auf unser Bauchgefühl zu hören. Lassen wir uns nicht genug Zeit kann so sogar die falsche Person im Gefängnis landen.

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[b]Technik[/b]
Als Basis des Spiels dient die Unreal Engine 3. Dadurch wirkt das Spiel unheimlich hochwertig für ein Low Budget Click&Point Adventure. Auf der anderen Seite wurde den Karten aber auch kaum Leben eingehaucht und alles wirkt Steril. Zusätzlich müssen wir durch längere Wege immer wieder Ladezeiten in Kauf nehmen. Dafür gibt es aber eine saubere englische Vertonung mit deutscher Untertitelung. Außerdem recht ordentliche Animationen. Wirklich Next-Gen sieht dieses Spiel aber nicht aus, was allerdings aufgrund der spontanen Entscheidung, diesen Titel noch auf Xbox One und PS4 zu bringen, nachvollziehbar ist. Die Xbox One Version lief ansonsten aber sauber.

https://www.youtube.com/watch?v=PavwS8lDm_I

Fazit: Sherlock Holmes Crimes and Punishments lässt euch zum Ermittler werden. Oft hätten wir uns mehr Freiheit gewünscht. Alles wirkt zu vorgegeben. Lediglich die Ermittlungstafel schafft es und ein wenig Macht über das Spiel in die Hand zu legen. Außerdem fehlt uns aufgrund der kleinen Kapitel eine zusammengebundene Story, mit Wendungen, Ecken und Emotionen. Sherlock Holmes bietet so viel und vieles wurde einfach nicht genutzt, da Sherlock, sowie sein Begleiter meist zu blass bleiben.

[+] Einige gute Rätsel …
[-] … vieles durch einfaches absuchen und klicken zu lösen
[+] Geniale Ermittlungstafel die uns freie Wahl bei den Verhaftungen lässt.
[+] Optisch hochwertig …
[-] … allerdings mit längeren Ladezeiten und wenig Leben auf den Karten.

Wertung: 3.5 / 5.0

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