Returnal im Test

Returnal ist nun rund eine Woche im Handel erhältlich. Wir haben nun eine Woche im Spiel verbracht und möchten euch daher unseren finalen Test präsentieren. Returnal macht vieles richtig – mutet dem Spieler aber auch viel zu. Weshalb Returnal wohl niemals an perfekten Wertungen anknüpfen wird. Dennoch solltet ihr Returnal eine Chance geben – ihr verpasst andernfalls einen packenden Alien-Shooter!

Auf einem Alien-Planeten gefangen…

Direkt zu Beginn von Returnal lernt ihr Weltraumpilotin Selene kennen. Auf eigens eingeleiteter Untersuchungsmission macht sie sich auf den Weg auf den Planeten Atropos und muss hier festellen sich in eine Zeitschleife manövriert zu haben. Als ob das nicht genug ist findet sie in den weitreichenden Leveln ihre eigene Leiche. Selene scheint hier schon öfter gestorben zu sein, muss jedoch immer wieder von vorne anfangen die Landschaft und Wildnis von Atropos zu erkunden. Was ist hier los? Diese Frage möchten wir herausfinden und finden langsam heraus – dass muss gelingen ohne das wir sterben…. Vor allem da unser Schiff mit dem wir hier angekommen sind nicht Funktionfähig ist. Nach einem Absturz dient uns das Schiff Bestenfalls noch als Starthub zum ausruhen…

Bitte sterbe nicht!

Die Geschichte von Returnal verknüpft sich wunderbar mit dem Gameplay des Spiels. Denn Returnal ist einfach ausgedrückt ein Bullet-Shooter mit Roguelike Mechaniken. Es gibt quasi keine Speicherpunkte, keine Checkpoints und sogar eure gesammelte Rüstung ist nur Temporär verfügbar und setzt sich mit jedem Tod den ihr erleidet zurück.

Anders Ausgedrückt – Returnal ist schwer – sehr schwer. Die Kämpfe sind mitunter knackig, ihr müsst sehr taktisch und vorsichtig agieren und gleichzeitig etwas riskieren – ohne übermütig zu werden.

So läuft eine Partie Returnal ab:

Zu Beginn der Partie starten wir an unserem Schiff mit einer einfachen Handpistole. Große Türen sind in der ferne ersichtlich, die unsere Neugier wecken. Wir gehen hindurch und treffen dahinter meist auf die erste Welle von Gegnern. Die sind anfänglich sehr linear und greifen uns mit dem immer wieder gleichen Angriffsmustern an. Doch wer hier Übermütig wird macht einen Fehler. Denn ständig tun sich neue Türen auf die wir auf einer Minimap kundig machen. Gehen wir hindurch, kommen wir nicht selten in das nächst schwerere Gebiet, wo schnell auch schwerere Gegner, Fallen oder Gegnermixe auf uns warten. Gleichzeitig wartet an jeder Ecke Upgrade-Material und Heilitems. Hier und da auch mal eine neue Waffe. Das sammeln wir für gewöhnlich ein – wobei auch das wohl überlegt sein soll – denn leider können Upgrades auch diverse Nachteile mit sich ziehen… Mit der Zeit werden wir bestenfalls immer stärker und ballern im Dauerfeuer alle Gegner ab, die sich uns in den Weg stellen. Die große Kunst an Returnal ist es – nicht zu sterben. Nur so schreiten wir in der Welt voran, lernen in aufwendigen CGI Sequenzen mehr über Atropos, Charaktere Selene und unserer Herkunft kennen. Natürlich warten in den einzelnen Abteilen auch stärkere Bossgegner auf euch. Hier warten dann echte Herausforderungen auf euch – die ihr ohne zu sterben meistern müsst…

Glück gegenüber Können – weshalb Returnal leider an der falschen Stelle unfair wird.

Während das allgemeine Spielsystem von Returnal Mutig umgesetzt ist und Spieler wirklich fordert, wird Returnal leider in einem sehr wichtigen Motivationsfaktor unfair… Den Upgrades. Wir erfahren in der Regel nicht, was Upgradematerial wirklich mit uns anstellt. Grob bekommen wir einen Hinweis, gehen aber auch immer das Risiko ein, dass das Upgrade uns mit Debuffs bestraft. Es ist Glückssache, ob der Debuff einen unwichtigen Aspekt unseres Anzuges betrifft oder wir nachhaltig geschwächt werden für den aktuellen Durchgang. Selbst Heilitems können solch negativen Eigenschaften mit sich bringen…

Aber nicht nur das Debuff System bleibt unfair. Auch hat Hausmarque keine Speichermöglichkeit eingebaut. Klar – in Roguelike fängt man immer wieder von vorne an. Was jedoch wenn ihr mitten im Spiel gut voran gekommen seid und spontan wegmüsst. Hier hilft dann nur der Ruhemodus der PlayStation 5 – von Haus aus gibt Hausmarque keine Lösung mit…

Ihr müsst euch bei jeder Partie Returnal also sehr darauf einlassen, dass es immer wieder Rückschläge gibt. Auch welche, die ihr dem „Glück“ überlassen müsst. Das kann schon sehr frusten! Auf der anderen Seite möglicherweise aber auch motivieren – denn das Gameplay fühl sich so gut an! Vor allem dank der gelungene Umsetzung mit dem DualSense bei dem ihr jedes Detail spürt, das im Spiel passiert.

Aufwendige Technik im exklusiven AAA Titel für PlayStation 5 Returnal

Technisch hat Hausmarque hier einen würdigen PlayStation 5 Titel geliefert! Nicht nur sieht Returnal phänomenal gut aus, sind auch Sound Design und Umsetzung auf dem DualSense eine echte Meisterleistung. Returnal bietet euch eine Abwechslungsreiche Alienwelt, die mit vielen kleinen Details zu überzeugen weis. Wenn dann Gegner ins Spiel kommen, die großen Gefechte ausbrechen und überall Partikel Effekte ausgelöst werden – sieht das einfach nur phänomenal gut aus!

Äußerst gelungen ist auch das Sound Design, dass euch an jeder Stelle eine wuchtige Soundkulisse bieten und euch schon klangtechnisch in eine Fremde Welt verfrachtet.

Fazit:

Returnal ist Segen und Fluch und weiss irgendwie in jeder Facette einen Punkt zu treffen. Ja – Returnal ist schwer. Aber wow – was kann man sich in dieser Welt von Atropos verlieren. Hausmarque weis sein Spiel zu verkaufen, indem es Steuerung, Setting und co einfach perfekt umgesetzt hat. Spieler werden vermutlich darüber streiten, ob Hausmarque es in einigen Punkte der Herausforderung übertrieben hat. Vor allem Komfortdinge wie die Upgrades die nach hinten los gehen können oder die fehlende Speicherfunktion sind hier wohl Streitpunkte.

Wer aber nur aufgrund dieser zwei Sache Returnal keine Chance gibt, verpasst eines der besten Spiele des Jahres! Returnal erzeugt mit der Zeit eine echte Sogwirkung. Das noch schaffen, dass noch sammeln, oh diesen Gegnertypen kenne ich noch nicht. Immer wartet etwas neues – lässt euch scheitern – größere Ziele setzen.

All das wird garniert mit einem Technisch beeindruckenden Umwerk, dass ein weiteres Mal die Power der PlayStation 5 in den Mittelpunkt stellt.

Kaufempfehlung: JA – Greift zu!

Returnal solltet ihr gespielt haben – auch wenn es euch an euch an eure Grenzen bringt.

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