Schrödinger’s Cat and the Raiders of the Lost Quark im Test

LogoAm 13. Mai 2015 ist das neue Indi-Spiel Schrödinger’s Cat and the Raiders of the Lost Quark erschienen. Schrödinger’s Cat? Der Name kommt dem einen oder auch anderen vielleicht bekannt vor. Das war nämlich ein Gedankenexperiment von dem Physiker Erwin Schrödinger.

In diesem Experiment wird behauptet, dass eine Katze zusammen mit einem Gift in einer geschlossenen Box eingesperrt ist und die Katze somit gleichzeitig Lebt und auch tot ist. Dabei kommt heraus, dass man den Zustand der Katze erst festlegen kann, wenn man diese auch beobachten kann.

Auch in der Erfolgsserie The Big Bang Theory wurde dieses Experiment von Sheldon Cooper in einer Folge aufgegriffen. Aber was hat das Ganze mit dem neuen Spiel des Entwicklers Italic Pig zu tun? Die Antwort erfahrt Ihr in diesem Test.

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Schrödingers Cat 001Schrödinger’s Cat

In Schrödinger’s Cat and The Raiders of the Lost Quark schlüpft der Spieler in die Rolle in eben genau diese Katze. Man spielt Schrödinger’s Cat und befindet sich in einer 2D Jump’n’Run Welt wieder. Wo genau kann man schlecht sagen und wird auch im Spiel nicht genau klar.

Fakt ist aber, dass man sich auf Atomarer Ebene bewegt und auf viele merkwürdige Partikel trifft. Diese Partikel betreiben einen Zoo, welcher unterschiedliche Wesen beheimatet. Dummerweise sind diese aus dem Zoo ausgebrochen, die Kommandozentrale ist blockiert und wir haben die Aufgabe diese Wesen wieder einzufangen.

Schrödinger’s Cat kann hier, üblich für ein Jump’n’Run springen und besitzt auch einen Angriff, welcher relativ wichtig im Spiel ist, auch wenn man es nie direkt mit Gegnern zu tun haben wird. Bei seiner Aufräumaktion wird die Katze von den so genannten Quarks unterstützt.

Schrödingers Cat 005Quarks & Co

Quarks sind kleine niedliche Dinger, welche in vier verschiedenen Formen auftauchen. Es gibt Up-Quarks, Down-Quarks, Top-Quarks und Bottom-Quarks. Zu erkennen sind diese durch unterschiedliche Farben. Wenn man an diesen vorbei läuft, fangen diese direkt an der Katze zu folgen.

Schrödinger’s Cat kann diese Quarks dann nutzen um ganz viele unterschiedliche Dinge zu bauen, um sein Abenteuer zu bestreiten. Immer drei Quarks kombiniert ergibt ein bestimmtes Objekt. Nimmt man beispielsweise drei gelbe Up-Quarks, setzen sich diese zu einer Art Helikopter zusammen und man kann zuvor unerreichte Stellen erklimmen.

Zudem kann man die unterschiedlichen Quarks auch kombinieren und so bspw. eine schwebende und sich bewegende Plattform konstruieren oder auch ein Trampolin bauen oder Bomben legen. So durchsucht man die jeweiligen Abschnitte nach den ausgerissenen Wesen wie Gulone, Bosone oder Leptone und versucht sie einzufangen.

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Schrödingers Cat 006Das etwas andere Quark

Durchstreift man so die Welt, trifft man hier uns da vielleicht auch auf die seltenen Charm Quarks. Diese sind besonders wichtig. Denn wie eingangs erwähnt, ist die Kommandozentrale blockiert und durch diese Charm Quarks wird diese wieder geöffnet.

Denn die Tür der Kommandozentrale wird von bösen Charm Quarks blockiert. Bringt man nun diese seltenen Charm Quarks zu der Tür, wird ein böses durch ein gutes neutralisiert. Hat man alle gefangen und neutralisiert, kommt man dann auch endlich in die Kommandozentrale.

Das Problem an der Geschichte ist nur, dass diese Charm Quarks echt verdammt selten sind und auch nur schwer zu entdecken sind. Zum Teil wurden sie auch von den Gulonen oder anderen Wesen gekidnappt und muss diese erst mal verfolgen und einfangen.

Schrödingers Cat 004Bunt wie ein Cartoon

Während man sich durch die zufällig generierten Level schlägt, trifft man auch auf das eine oder andere Individuum, welches einem gute Tipps gibt oder einfach nur das Leben verkompliziert. Dafür hat jeder Charakter im Spiel seinen eigenen Charm und Schrödinger’s Cat hat immer einen dummen Spruch auf Lager.

Bei dem Aussehen und Benehmen der einzelnen Charaktere, könnte man meinen, dass diese direkt aus einer Sendung von Nikelodeon entspringen. Auch die Spielwelt ist sehr Bunt gehalten, bietet aber nur wenig Abwechslung, was auf Dauer recht langweilig wird.

Es gibt nämlich nur zwei verschiedene Untergrundstrukturen. Die eine kann man durchgraben oder sprengen und die andere eben nicht. Von Abschnitt zu Abschnitt ändert sich dann nur das Aussehen der Strukturen und das Hintergrundbild, welches zu dem noch recht Statisch wirkt.

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Schrödingers Cat 002Viele Rätsel ohne Lösung

Ein entscheidendes Problem, welches Schröndinger’s Cat and the Raiders of the Lost Quark hat, sind durch die zufällig generierten Level, unmöglich zu lösende Rätsel. Denn Rätsel sind ein wesentlicher Bestandteil des Spiels.

So kann es sein, dass entlaufende Wesen, Quraks und Abschnitte so ungünstig zusammen gewürfelt sind, dass man diese Abschnitte nicht lösen kann. Denn mal sind Quarks so voneinander getrennt, dass man diese nicht erreichen kann, Gegner so platziert sind, das diese unmöglich einzufangen sind und so weiter. Da hilft es nur einen vorherigen Abschnitt neu zu laden und zu hoffen, dass dieses Mal der Abschnitt besser zusammengestellt ist.

Schrödingers Cat 003Frustrierende Steuerung

Zudem wird das spielen durch eine nicht optimale Steuerung erschwert. Sprünge sind nicht immer Präzise, Schläge gehen manchmal ins leere, obwohl man direkt vor einem Gegner steht und insgesamt fühlt sich die Steuerung nicht richtig umgesetzt an.

Das führt dazu, dass an der einen oder anderen Stelle im Spiel eher die Frust als der Spaß überwiegt. Vor allem frustrierend ist, wenn man durch solch unglückliche Manöver in subatomarem Schleim landet und so den Löffel abgibt und durch die teils ungünstig verteilten Checkpoints, dürfen ganze Abschnitte erneut gespielt werden.

Dafür aber wird das Spiel in vollen 1080P und 60 FPS dargestellt und der Sound macht auch einen guten Eindruck. Allerdings ist das Spiel nicht komplett lokalisiert und man darf sich mit Englischen Dialogen herumschlagen. Zudem sind die Texte komplett auf Deutsch und ungeübte Englischkünstler können eben mitlesen.

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Schrödingers Cat 007Fazit:

Schrödinger’s Cat and the Raiders of the Lost Quark ist ein tolles Jump’n’Run mit viel Witz und auch einem gewissen Charm. Aber allein die halbgare Steuerung und die schlecht zufällig generierten Level führen dazu, dass man schnell frustriert sein kann. Trotzdem hat das Spiel viele interessante Ansätze und man darf viel knobeln um auch wirklich alle Gulonen, Laptonen und Bosonen einzusammeln. Allein das Kombinieren der kleinen Quarks kann lustig sein.

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Kaufempfehlung:

Eigentlich kann man sagen, dass das Spiel genauso wie das Gedankenexperiment von Erwin Schrödinger ist. Man kann nur herausfinden ob das Spiel etwas für einen ist, wenn man es selbst gesehen hat. Entweder man greift zu oder schaut sich vorher ein paar Videos an. Eine klare Kaufempfehlung kann hier nicht gegeben werden.

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