The Witcher 3: Entwickler äußert sich zu Downgrade Vorwürfen

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The Witcher 3 ist ein großartiges Spiel. Darin sind sich Tester und Spieler gleichermaßen einig, allerdings entbrannte schon vor Release eine leidige Debatte zum Thema Grafik-Downgrade. Es wurden Videos und Screenshots vergangener Präsentationen mit aktuellem Gameplay Material verglichen und die unabstreitbar sichtbaren Unterschiede bemängelt.

Jetzt äußerte sich Mitgründer Marcin Iwinski gegenüber Eurogamer zu dem Thema. Er gibt zu, dass es einen Rückschritt gab im Bezug auf die grafische Qualität im Vergleich zu früheren Versionen des Spiels. Seiner Begründung nach sei es nicht möglich in einem sehr frühen Entwicklungsstadium abzusehen, welche grafische Qualität man im finalen Produkt liefern könne.

„If you’re looking at the development process, we do a certain build for a tradeshow and you pack it, it works, it looks amazing. And you are extremely far away from completing the game. Then you put it in the open world, regardless of the platform, and it’s like, ‚Oh shit, it doesn’t really work.‘ We’ve already showed it, now we have to make it work. And then we try to make it work on a huge scale. This is the nature of games development.“

Außerdem wurde während der Entwicklung die Rendering-Engine gewechselt. Die in frühen Trailern verwendete Engine nutzte sehr viel dynamische Beleuchtung, was bei einer so großen Spielewelt einfach nicht funktioniert. Also entschied man sich für eine andere, performantere Engine, die bei Tag und Nacht gleichermaßen gut aussieht.

Maybe it was our bad decision to change the rendering system, because the rendering system after VGX was changed. There were two possible rendering systems but one won out because it looked nicer across the whole world, in daytime and at night. The other would have required lots of dynamic lighting and with such a huge world simply didn’t work

PC Spieler werfen Entwicklern allgemein gerne vor, dass sie ihre Spiele grafisch beschneiden aufgrund der mangelnden Leistungsfähigkeit der neuen Konsolen. Das sei auch bis zu einem bestimmten Punkt richtig, allerdings würde das Spiel ohne die Veröffentlichung auf Xbox One und PS4 überhaupt nicht existieren. Das Studio könne es sich gar nicht leisten, ein solches Projekt ohne die Einnahmen aus den Verkäufen der Konsolenversionen zu verwirklichen.

Meiner persönlichen Meinung nach sieht The Witcher 3 einfach großartig aus und ich denke, die Entwickler haben ihr Bestes gegeben. Mehr Partikel, bessere Beleuchtung, schöneres Gras und schärfere Schatten sind zwar toll, aber eine brauchbare Framerate ist noch viel toller. Ein Daumenkino möchte sicher kein Mensch spielen wollen.

CD Projekt Red arbeiten allerdings fleißig weiter an dem Spiel und es wird auch in Zukunft Optimierungen geben. Wer sich bislang unschlüssig ist, ob er das Spiel kaufen will oder nicht, der soll einfach noch ein Weilchen abwarten – so die abschließenden Worte von Marcin Iwinski.

Nun gut, wer warten will, der soll halt warten. Ich bin zufrieden mit der Grafik und finde das Spiel absolut fantastisch, so wie es jetzt ist. Darum verschwinde ich jetzt wieder nach Novigrad und suche weiter nach Ciri 🙂

Quelle: Eurogamer.net

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